und zwar eine komplette Mangoplantage. Damit hat uns der Eigentümer bis zum 20 Januar des Jahres 2012 beschäftigt, um der ganzen Sache einen glänzendes Aussehen zu verleihen. Schließlich möchte diese Farm in jenem Jahr meistbringend verkauft werden. Zu den Tätigkeiten der letzten überlebenden Backpacker auf dem Anwesen gehörten neben weiteren Produktions-(Mangopurret) auch Landschafts-, Reinigungs- und Räumungsarbeiten. Schon mal Kisten gewaschen? So ungefähr 3.500 Stück?! Neun Stunden am Tag, klitschnass von oben bis unten bei gefühlten 45°C in der Mittagssonne? Oder 1.500 Kartons mit Heißklebepistole in sechseinhalb Stunden zugeklebt bzw. die darin enthaltenen Plastikbeutel mit Kabelbinder zugezogen? Temperaturdifferenzen innerhalb eines Meters von 50°C!? Aber es entschädigt doch unheimlich, wenn man weiß, dass es um 15Uhr nachmittags ist, weil der Schwarm Papageien wieder seine Kreise dreht. Jeden Tag exakt zweieinhalb Stunden nach der Mittagspause. Die schlimmsten Arbeiten auf der Farm? Definitiv hartnäckiges Unkraut rupfen zwischen jungen Mangobäumen in der prallen Mittagssonne – von halb 1 bis halb 4 und außerdem das Beseitigen von abgesägten Baumästen. Letzteres ist an sich nicht einmal schlimm, wären da nicht immens viele grüne Ameisen (absolute aggressiv und schmerhaft) gewesen. Eine weitere Erfahrung war das Zurückschneiden der Mangobäume. Jeder Baum war wie ein Überraschungsei, weil man nicht wusste, ob ein Wespennest enthalten war. Glücklicherweise hat es mich nicht einmal getroffen, dafür unseren Allergiker gleich viermal in einem Gang. Die Frage nach den angenehmsten Jobs ist auch einfach zu beantworten. Eine Woche lang haben wir tausende von Mangos aus großen viereckigen Holzkisten in kleine orange um- und aussortiert (groß, klein, hart, weich und Müll). Ebenfalls nicht zu verachten, war das Umpflanzen von Gras in den allerletzten Stunden im Schatten. Auch wenn die letzten Tage anstrengend und nahezu unendlich erschienen, war es doch immer wieder toll von den unzähligen Wallabys und Kängurus auf der Plantage begrüßt und verabschiedet zu werden. Und deshalb sind bin ich ja schließlich in Australien.
In den letzten Tagen sind dann glücklicher Weise doch noch ein paar zeigenswerte Impressionen entstanden:
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| Die angekündigten kleinen Kisten (die so zahlreich gewaschen wurden) und die Plastikbeutel, die mit Kabelbinder zugezogen wurden (insofern 10 Liter Mangopurret enthalten waren). |
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| Aus- und Umsortieren der Mangos |
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Nein, es sind keine Osterhasen! |
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Meine Waschstation für 1.5 Wochen |
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Nach rund 750 gezogenen Kabelbindern in Akkordzeit darf man auch mal bei der Abteilungsleiterin nach einem Pflaster fragen, oder? |
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Ich habe in den ganzen zwei Monaten nur eine einzige gegessen. |
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| Den durfte ich übrigens auch putzen und bin bei angestellter Ladefläche mit dem ganzen Mangorest aus dreieinhalbmetern herunter gerutscht – war schon ein wenig eklig! |
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Die angesprochenen Behälter für das Purret. |








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