Dienstag, 25. Oktober 2011

Six and the City + 1. Roadtrip

Was war denn bitte am Wochenende in England und Malaysia los? Wer Sonntagabend um 22 Uhr die örtlichen Pubs in Darwin aufsuchte, bekam nur eins zusehen - ManU vs. ManCity. Die Hälfte der Fans verzog sich spätestens nach der 70 Minute, was ich hätte auch tun sollen. Einige Anhänger waren mit dem Ergebnis nicht sehr zufrieden, worauf eine kleine Prügelei entstand, aber sehr schnell von der anwesenden Polizei geschlichtet werden konnte. Ich selber war nicht im Gerangel involviert. Am nächsten Tag war in den meisten Zeitungen der Titel zulesen "What have you watched last night? -> Six and the City!". Größte Heimpleite in der Geschichte von ManU, erste Heimniederlage seit April 2010 und die schlimmste für Sir E. Firguson überhaupt (Spieler und Manager). Dann stand noch die Grönnung des diesjährigen MotoGP-Helden an - C. Stoner. Leider kam es dazu nicht, weil M. Simoncelli in der zweiten Runde die Kontrolle über das Gefährt verlor, von C.Edwards und V.Rossi überfahren wurde und schließlich den schweren Verletzungen im Krankenhaus erlag - R.I.P M.Simoncelli!

Nachdem ich nun zirka eine Woche das Top End, also Darwin, besichtigen konnte und die Wetseason dieses Jahr eher startet, lohnt es nicht mehr wirklich einen Abstecher nach Bali für ein bis zwei Wochen zumachen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Bis jetzt habe ich vornehmlich die schönen Seiten dieser kleinen und feinen Stadt beschrieben, wobei es doch ein paar nennenswerte weniger akzeptabele Dinge zuvermerken gibt. Normalerweise werden die Aboriginies im Fernsehen und in der Welt immer als gescholtenes Ureinwohnervolk dargestellt, die von Staat kaum bis gar keine Unterstützung bekommen und sowieso am letzten Platz in Australien postiert sind. Allerdings offenbart sicher innerhalb der Stadt ein ganz anderes Bild. Sicherlich kann nicht für alle gesprochen werden, dennoch betrifft es die große Mehrheit. Sie präsentieren sich als unheimlich aggressiv, aufdringlich, versuchen alles mögliche zu schnorren, egal ob es Geld, Zigaretten oder das T-Shirt ist, was jemand gerade trägt. Fängt einer Ärger mit den den Touristen oder "normalen" Ansässigen an, verhält sich die ganze Sache wie in einem Bienenschwarm und man sollte schnellsten die Beine in die Hand nehmen. Informierte Leute wissen allerdings, dass die Aboriginies 600Dollar im Monat vom Staat bekommen und den Großteil davon für Alkohol verbrauchen, weshalb auch die Meisten Alkoholiker und dauer schlecht gelaunt sind. So kann das ein oder andere Schnäppchen (in meinem Fall gestern Abend ein komplettes Hähnchen geteilt mit einem Freund Ross in der Seitenstraße der Promenade) ganz schnell zu einem miserabelen Abenteuer werden. Gefahr lauert oftmals auch von oben, wie auf dem Bild erkannt werden kann. Heute gibt es zum ersten Mal nicht nur Nudeln mit Tomatensoße sondern Beamtenstippe mit Nudeln. Es gibt nämlich so genannte "Special Offers", also bestimme Tage, andem etwas besonders günstig ist. Also eine willkommene Abwechslung, was die warmen Mahlzeiten anbetrifft. Allerdings wurde mir auch gesagt, dass Darwin mit eine der teuersten Städte in Australien sei.

Anyway...

Morgen geht es dann Richtung Ostküste aufgrund der bereits jetzt schon einsetztenden Regenzeit. Unterwegs werden wir den Kakadu Nationalpark besichtigen und wohlmöglich spontan noch die ein oder anderen Np. mehr. Insgesamt entspricht der Roadtrip in etwa, je nach Zielort, 2500km. Demnach seit nicht traurig, wenn ihr in den nächsten 10 Tagen nichts lesen könnt.

übrigens: Die Libellen heißen hier Dragon fly. Manche Dinge können auch großer gemacht werden, als sie in Wirklichkeit sind.

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